Tierhilfe Hechelein
 
 

Auch für dieses Schaf mit seiner Fehlstellung in der Hüfte war die Spritze des Tierarztes nur noch eine Erlösung, konnte es doch nicht mal mit seiner Herde schritthalten. Der Besitzer der Herde hätte das Schaf liegen und verhungern lassen.

Manche Schafe und Ziegen bis aufs Skelett abgemagert, andere schon verhungert, viele verletzte Tiere und in einem Schuppen aufgehäuft, teils schon verwesende tote Schafe und Ziegen (letztere nicht in Bildern). So hat ein Hirte seine Schafe "gehalten". Für die meisten der Tiere war der Tod nur noch eine Erlösung von allen Qualen

Diesem Schaf ist der Tragsack durchgebrochen in dem es ein Junges im Leib trug. Durch die einhergehenden inneren Blutungen, die starken Schmerzen und nicht zuletzt der Qualen die das Mutterschaf hatte mußte es vom Tierarzt eingeschläfert werden.

Da es unter seiner verfilzten Wolle bis zum Skelett abgemagert war, konnte dieses Schaf vor Schwäche nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen und auch sein neugeborenes Lamm nicht ernähren, meine Freundinn aus dem Nachbardorf hilft mir das Tier aus dem Auto zu heben und auf ein Lager zu betten. Das Lamm wird mit der Flasche gefüttert, darf aber bei seiner Mutter bleiben.

Bis zum Skelett abgemagert und am unheilbaren Cushing-Syndrom erkrankt, wurde Gipsy von einem Reiterhof an mich abgegeben.

Wäre es als Menschenbaby geboren, hätte man dieses "Frühchen" in einem Brutkasten sorgfältig gepflegt. Als Tierkind in einem Schafstall zur Welt gekommen, bleibt es in der Regel sich selbst überlassen, was in diesem Fall den sicheren Tod für das winzige Lämmchen bedeutet hätte. Vermutlich durch eine radikale Futterumstellung wurde bei dem trächtigen Muttertier eine Fehlgeburt (d.h. Frühgeburt) ausgelöst, und das Lamm war auf Grund seines Entwicklungszustandes noch nicht alleine lebensfähig. Es war viel zu klein und schwach, das Fell bestand nur als Flaum auf der dünnen rosafarbenen Haut, die Ohren waren noch ganz nackt und vor allem war der Saug- und Schluckreflex noch nicht ausgebildet. Das bedeutete für mich, als ich das kleine Wesen einige Stunden nach der Geburt zu mir nahm, daß ich ihm zunächst rund um die Uhr in kurzen Abständen tröpfchenweise die Milch mit einer Spritze ins Maul eingeben mußte. Da sich das "Darmpech" auch nicht gleich löste, und dadurch der Darmausgang verstopft war, mußte ich den Kot durch einen Einlauf lösen. Inzwischen haben wir alle Hürden genommen, und in der warmen Küche in "Obhut" von Hunden und Katzen schläft der kleine Bock einer sorgenfreien Zukunft entgegen.

Jahrelang allein in einer Box in einem alten abgelegenen Schweinestall. Jahrelang kein Gras unter den Klauen und keinen Himmel über dem Kopf. Jahrelang nicht geschoren. Jahrelang keine Klauenpflege, Jahrelang geplagt durch juckende Fußräude. Inzwischen vollkommen willenlos, apathisch und mit sich abgeschlossen. So fand ich dieses Schaf auf einem Pferdezuchtbetrieb vor.

Das ca. 3 Monate alte Lamm habe ich bei einem Schäfer freigekauft. Es wurde mit einem sogenannten Schiefhals geboren (was zu zwanghaften kreisenden Bewegungen führt), hatte keine Augen und eine verkrüppelte Nase die ihm das Atmen sehr erschwerte. Zunächst war es mit seiner Mutter, die es ernährte, in einer Box eingesperrt. Als die Mutter wieder in die Herde gebracht wurde, blieb das Lamm alleine zurück und sollte mit Kraftfutter weiter gefüttert werden bis es schlachtreif ist und dann an Muslime zum Schächten verkauft werden. Diesen grausamen Tod und die ebenso schrecklichen Monate bis dahin in der Box wollte ich ihm ersparen und kaufte es deshalb dem Schäfer ab.

Da das Lamm auf Grund seiner Behinderungen auch bei mir und nirgends sonst ein artgerechtes Leben gehabt hätte, ließ ich es schweren Herzens von seinem chancenlosen Leben erlösen.

Diesem von Räudemilben zerfressenen und bis zum Skelett abgemagerten Mutterschwein eines Bauern konnte ich nicht mehr helfen. Der Tod war für das geschundene Tier eine Erlösung von unvorstellbaren Qualen.

Aus verschiedenen Gründen dem Verhungern nah, mit ansteckenden Geschwüren im Maul oder um das Maul herum, mit Augeninfektionen, gebrochenen Beinchen oder sonstigen Leiden, übernehme ich viele Schaflämmer und Ziegenkitze von Berufsschäfern oder Hobbyschafhaltern zur Flaschenaufzucht. Die Tiere wären sonst dem Hungertod preisgegeben, da sich die Handaufzucht aus zeitlichen und finanziellen Gründen nach Ansicht ihrer früheren Besitzern nicht lohnt.

Nur weil sein Schnabel um einen Millimeter nach links verkrümmt, und er deshalb zur Zucht ungeeignet ist, sollte dieser Seidenhahn geköpft werden.

Dieser blinde, mit geschwüren übersäte Pudel wurde von einem Autofahrer im Straßengraben enteckt und bei mir abgegeben.