Tierhilfe Hechelein
 
 

Nur einige von vielen Geschichten

Galloway-Ochse Vinzent stammt aus einer verwahrlosten Mutterkuhherde, die zwei Tierarztbrüdern gehörte, die sich kaum um ihre Tiere kümmerten. Die Mutter von Vinzent wurde viel zu früh vom mitlaufenden Bullen in der Herde gedeckt und bekam ihr Kalb, als sie selbst nicht ausgewachsen war. Da die "Weide" der Tiere nur noch aus Morast bestand, wurde Vinzent in einer kalten Regennacht im Februar 2002 in den Schlamm hinein geboren. Er kam nicht früh genug "auf die Beine" und wurde, da völlig mit Dreck überzogen, von seiner Mutter nicht geleckt. Somit konnte sich kein Mutter-Kind-Kontakt aufbauen und Vinzent wäre verhungert, da ihn seine Mama nicht trinken ließ. Am nächsten Tag war der Kleine schon stark unterkühlt und schwach. Durch aufmerksame Nachbarn wurde ich eingeschaltet und nahm das Kalb zur Flaschenaufzucht mit zu mir.

Henry (geb. ca. 1993) kam 1998 zu mir. Er lebte vorher am Rande eines Dorfes mit anderen Ziegen und Geflügel auf einem winzigen Grundstück. Die Tiere wurden 1-2 wöchentlich von ihrem Besitzer "versorgt". Nachdem Spaziergänger zwei tote Ziegen und verendetes Geflügel fanden wurden die noch wenigen lebenden Tiere zu mir gebracht.

Winston (geb. Sommer 2007) wurde mit fünf Geschwistern auf freiem Feld ausgesetzt und von zwei jungen Frauen gefunden. Diese brachten die ca. drei Wochen alten Kätzchen zu mir und ich zog sie mit der Flasche auf.

Das Meerschweinchen "Alte Schachtel" stand im Jahr 2005 zusammen mit zwei Artgenossen in einem kleinen Karton vor meiner Stalltüre.

Fleckis Mutter konnte keine Milch geben. Der Schäfer merkte dies erst, als das Lamm schon fest lag und kurz vor dem Verhungern war. Es wurde dann von mir mit der Flasche aufgezogen.

Shannon (Fleckviehkuh, geb. März 1995) Besitzer, ein alkoholkranker Bauer, ließ sie nach der Geburt unversorgt im Dreck liegen. Durch eine Nabelinfektion bekam sie Eitererreger ins Blut, die sich in den Beingelenken festsetzten. Dadurch bekam sie schwere eitrige Gelenkentzündungen und kam zum Festliegen. Der qualvolle Tod wäre ihr sicher gewesen, hätte ich sie nicht zu mir geholt und mit viel Einsatz gesund gepflegt.

Geronimo kam im Jahr 1990 zu mir. Ein Tierheim gab mir den Hinweis, daß ein Händler mehrere Esel zum Schlachttransport nach Italien geladen hatte. Gernonimo und seine Gefährtin Fea waren auch darunter. Beide schon ca. 20 Jahre alt und so heruntergekommen- ein Bild des Elends.

Gonzales kam im November 2007 zu mir. Der Betrieb seines früheren Besitzers wurde vom Veterinäramt, wegen schwerer Mißstände in der Tierhaltung, aufgelöst. Auf Bitten des Amtes nahm ich den Ziegenbock, der deutliche Verhaltensauffälligkeiten zeigt, bei mir auf.

Kairo (geb. 1995) stammt von einem Schäfer, dessen zwei Hündinnen jedes Jahr Junge kriegen mußten, weil er sich durch den Verkauf der Welpen nebenher ein gutes Taschengeld verdienen wollte. Da die Jungtiere keine Kosten verursachen durften, mußten sie mit 6 Wochen bereits den Hof verlassen, ansonsten wurden sie umgebracht. Ein couragiertes Paar, das zufällig Zeuge einer dieser Tötungsaktionen wurde, riß dem Schäfer die letzten noch lebenden Welpen aus den Händen und nahm sie mit. Wiederum durch einen Zufall gelangte dieses Paar an meine Adresse und übergab mir drei Welpen. Da diese auf Grund mangelhafter Versorgung in einem sehr schlechten Zustand waren und Kairo ständig Durchfall hatte, konnte er zunächst nicht weitervermittelt werden und blieb letztendlich ganz bei mir.

Amor-Sein Name bedeutet "Liebe", aber Liebe hat dieser Ponywallach in seinem ca. 25 jährigen Leben sicher nicht viel bekommen. Jahrelang von Hand zu Hand gereicht, in enge Boxen eingesperrt, mit Eisenstangen traktiert, das Halfter eingewachsen und die Hufe völlig verwahrlost, das sind die Gründe, die aus einem sicher zunächst lebensfrohen Fohlen im Laufe der Jahre ein depremiertes, völlig verängstigtes, immer fluchtbereites Pferdchen gemacht haben, das keinerlei Vertrauen mehr zum Menschen hat. Obwohl "Amor" von mir nur gute Worte und Streicheleinheiten bekommt, gibt es Tage, an denen ihm das blanke Entsetzen in den Augen steht wenn ich auf ihn zugehe, und dann ist es mir manchmal nicht möglich ihn zu berühren, da er panisch davonläuft. Amor hat hier auf dem Gnadenhof seine Endstation erreicht. Diesem Tier kann und will ich keinen einzigen Besitzerwechsel mehr zumuten.

 

Paulinchen war jahrelang die einzige Ente einer Pfarrersfamilie. Als die Familie im Sommer 2006 umzog, war ihre Ente "übrig". Ohne Ankündigung wurde sie bei mir abgeliefert mit der Bemerkung: "Die kann doch sicher in Hechelein bleiben".

Murmel fand ich 2004, zusammen mit seinem Schwesterchen, total abgemagert und krank auf einem Bauernhof. Sein Vorderpfötchen war nach einem Bruch verkrüppelt zusammengewachsen. Beide Kätzchen waren sehr scheu und es gelang mir erst sie einzufangen, nachdem ich sie eine Zeitlang mit Futter versorgt hatte und ihnen somit zeigte, dass ich es gut mit ihnen meinte. Inzwischen ist aus Murmel ein richtiger Oberschmuser geworden. Sein Pfötchen wurde operiertund wie man sieht, hat er allen Grund mit seinen großen Augen in die Welt zu sehen.

Grille: Ihre Mutter wurde im Sommer 2004 von einem tierlieben älteren Ehepaar totkrank auf einem Feld gefunden und mit nach Hause genommen. Dort gebar sie zwei Tage später 4 Junge. Als die Kleinen eine Woche alt waren, starb die Mutterkatze und da das Ehepaar sich die Flaschenaufzucht der Katzenbabies nicht zutraute, baten sie mich, dies zu übernehmen. Grille blieb anschließend bei mir.

Der Bordercolli Lenny landete nach Problemen mit seinem früheren Besitzer zunächst in einem Tierheim. Dort kratzte er sich vor Verzweiflung an den Zwingergittern die Pfoten blutig. Durch einen Zufall gelangte er auf meinen Hof, und eigentlich hätte ich diesen schönen Hund gerne weitervermittelt. Da er auf Grund seiner Vorgeschichte aber nicht 100% Beiß-Sicher ist, wird es sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich sein, einen verständnisvollen neuen Besitzer für ihn zu finden. unsere-wuensche/antrag-patenschaft.html?tx_pilmailform_pi1[text][tier]=Lenny