Schon als Kind nutzte ich jede Gelegenheit, um mit Tieren in Kontakt zu kommen, was unter anderem dazu führte, dass ich mit Begeisterung zum Zahnarzt ging. Denn nach erfolgreich ausgeführter Behandlung (von meiner Seite ohne jammern) durfte ich die Hündin des Doktors ausführen.
Allein dafür hätte ich mir täglich die Zähne bohren lassen........ Nachdem ich den Führerschein in der Tasche hatte, engagierte ich mich beim örtlichen Tierschutz und wurde sehr schnell zur Spezialistin im Einfangen von wilden Katzen zum Zwecke der Kastration. Diesen Tieren nächtelang aufzulauern um sie dann bei passender Gelegenheit zu schnappen, wurde jahrelang, neben meiner Arbeit als Erzieherin, meine wichtigste Aufgabe.
Schon früh erkannte ich das Leiden der unversorgten Katzen und ihrem Nachwuchs, und mit jeder durch meine Hilfe kastrierten Kätzin hatte ich die Gewissheit, viel neues Elend verhindert zu haben. Paralell dazu hörte ich abrupt auf, irgendwelche eßbaren Produkte von Tieren zu mir zu nehmen. Immer wieder wollte ich ein krankes Tier mit Nachhause nehmen um es dort gesund zu pflegen, immer wieder schickten meine Eltern mich damit weg und ich mußte die betroffenen Tiere im Tierheim abgeben.
Um diesem Zustand ein Ende zu bereiten, zog ich von Zuhause aus. Und so mietete ich meine erste Wohnung "Tierhaltung erlaubt". Weitere Umzüge ließen nicht lange auf sich warten, denn sehr bald waren die Gegebenheiten der Flut der kranken Tiere nicht mehr gewachsen und die Vermieter ob des eingerichteten Lazarettes entnervt.
Als sich zu den Kleintieren dann die ersten Schafe, Ziegen und Esel gesellten, mietete ich mich auf einem Bauernhof ein. Doch auch der Bauer hatte bald wenig Verständnis bei der schnell wachsenden Zahl der in Not geratenen Tiere. Nie gelang es mir "Nein" zu sagen, wenn ein geschundenes Tier einen Platz zum Leben brauchte.
Immer höher wurden die Kosten für die Versorgung der Tiere, immer weniger blieb für mich selbst übrig. Meine eigenen Behausungen wurden immer kleiner, die Möbel immer einfacher und für mich wurde nur das Lebensnotwendige gekauft. So kam es dann, dass ich 1992 in einen uralten Wohnwagen einzog, in dem ich bis Ende 2005 viele harte Jahre durchlebte. Meine Tiere hatten in all der Zeit schöne Ställe und viel Weideland. Für mich nahm ich alle Unannehmlichkeiten in Kauf, wenn es nur ihnen gut ging.
Zu den anfangs aufgenommenen Schafen, Ziegen und Eseln kamen dann vor 15 Jahren die ersten Kühe und immer wieder ein Pferd oder Pony hinzu. Da sich meine eigenen Lebensumstände an meinem letzten Platz im Wohnwagen im Unterallgäu dramatisch verschlechterten, boten mir Bekannte den Hof in Hechelein zur Miete an. Im Jahr 2005 zog ich mit all meinen Tieren auf den Hof. Seit Mitte 2006 gibt es nun den Förderverein, der mir helfen soll, durch Spenden oder Patenschaften den Lebensunterhalt der vielen Tiere zu sichern. Um meine Arbeit etwas bekannter zu machen, hat Daniela Fricke mir kostenlos diese Homepage erstellt.
Ich lade Sie ein, zu einem virtuellen Spaziergang durch meinen Gnadenhof. Wenn Sie meine Arbeit unterstützen wollen, wäre es schön, wenn Sie dies durch eine Spende oder Patenschaft tun könnten. Im Namen aller, im Moment auf dem Hof lebenden Tiere, sage ich Ihnen jetzt schon von Herzen VIELEN DANK!